UDINE – PALMANOVA – AQUILEIA – GRADO

UDINE , Hauptstadt von Friaul, eine elegante und lebhafte Stadt mit romanisch-gotischen und venezianischen Bauwerken, mit Plätzen und Straßen, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.
Man beginnt mit der Piazza Libertà, mit der Loggia del Lionello, dem Portico, der St. Johannes Kirche und dem Uhrturm, der dem der "Mori" in Venedig gleicht.
Von hier steigt man zum Schloss (16. Jh.) auf, das mächtig und elegant die Stadt von oben beherrscht und wo die reichhaltigen Sammlungen des Stadtmuseums und der Kunstgalerie ausgestellt sind. Besonders schön ist die kleine Marienkirche, die wahrscheinlich auf das 7. Jh. zurückgeht, mit einer Fassade und dem Glockenturm aus dem 16. Jh. und Freskenmalereien aus dem 13. Jh.
Man kehrt ins Zentrum zurück, um dort den eindrucksvollen Dom, mit dessen Bau man im 14. Jh. begonnen hat, und seine wertvollen Kunstschätze von Tiepolo, Vitale da Bologna und anderen berühmten Künstlern zu besichtigen. Von besonderem Interesse ist auch der achteckige Glockenturm, der an der Stelle eines schon bestehenden Baptisteriums aus dem 14 Jh. errichtet wurde. Ganz in der Nähe befindet sich das Oratorium der Reinheit mit reichen Freskenmalereien von Tiepolo, die auch den erzbischöflichen Palast mit dem Diözesanmuseum zieren. Schließlich verweilt man noch auf der harmonischen Piazza S. Giacomo, mit den Gebäuden aus dem 15. Jh. und der schönen Kirche aus der gleichen Epoche.
Man verläßt nun Udine in Richtung PASSARIANO di Codroipo, wo sich die Villa Manin, die eindrucksvolle, pompöse Residenz des letzen Dogen, reich an Geschichte (sie beherbergte auch Napoleon) und an Sehenswürdigkeiten (Park, Waffensammlung, Kutschensammlung, Ausstellung von regionalen Handwerksprodukten) befindet. Von hier aus erreicht man PALMANOVA, eine wunderschöne, sternförmige, aus neun Spitzen bestehende Festungsstadt, die 1593 von Venedig zur Verteidigung seiner östlichen Grenzen erbaut wurde und sicherlich als eines der gelungensten und am besten erhaltensten Beispiele militärischer Architektur anzusehen ist.
Nach einem kurzen Halt im lebhaften CERVIGNANO erreicht man mit seinen glanzvollen Baudenkmälern, das unter Augustus die Hauptstadt der X. Region "Venetia et Histria" war. AquileiaSpäter war es Sitz des Patriarchats. Seinen Höhepunkt erreichte es um das Jahr Tausend, und zwar unter dem Patriarchen Popone, der auch den Bau der wundervollen romanischen Basilika auf Resten eines antiken bestehenden der Religion dienenden Gebäudes, veranlaßte. Bewundernswert sind das Innere, der herrliche Mosaikboden und die vielen Kunstwerke. Der mächtige Glockenturm beherrscht alleinstehend die friaulische Ebene. Malerisch ist der Spaziergang auf der Via Sacra, der Zypressenallee, die an den Überresten des antiken römischen Flußhafens vorbeiführt. Die Besichtigung des Archäologischen Museums mit einer Glas- und Bernsteinsammlung sowie die zahlreichen Ausgrabungen sollte man auf keinen Fall auslassen.
Jetzt fehlen nur noch 10 km bis zur Adriaküste und dem berühmten Badeort GRADO. Die Besichtigung betrifft den historischen Ortskern mit seinen malerischen Gässchen und der Basilika der hl. Euphemia (6. Jh.). Beeindruckend sind ihre romanischen Säulen, der prächtige Mosaikboden und der hl. Michael (1462) auf der Spitze des schönen Glockenturmes. Sehenswert ist auch das Baptisterium(5. Jh.) und die nahgelegene, im Stil von Ravenna erbaute Kirche der hl. Gnadenmutterguttes.