S.DANIELE – GEMONA – VENZONE
Verläßt man UDINE in nordwestlicher Richtung gelangt man zur Hügellandschaft. Schon von weitem kann man S. DANIELE DEL FRIULI bewundern. Auch wenn das Städtchen besonders für seinen Schinken (seinen unverwechselbaren Geschmack verdankt er angeblich der hiesigen Luft) bekannt ist, lohnt sich sein Besuch nicht nur aus gastronomischen Gründen.Sehenswert sind zum Beispiel die Biblioteca Guarneriana, die sich im ehemaligen Rathaus aus dem 16. Jh. befindet und in der zahlreiche wertvolle Werke aufbewahrt sind, der stattliche Dom mit seinen vielen bedeutenden Kunstschätzen, der den Hauptplatz (ca. 1700) überragt und vor allem die kleine Kirche des Abtes Hl. Antonius (1450), ein anerkanntes Beispiel für die späte venezianische Gotik, deren Wert durch den vielleicht in Friaul bedeutendsten Freskenzyklus aus der Renaissance, gemalt von Martino da Udine, noch gesteigert wird. Einen Blick verdient auch das schöne Pfandleihhaus aus dem 18. Jh.
Von San Daniele aus fährt man nach OSOPPO, das von einer mächtigen Burg überragt wird, die immer noch an den heldenhaften Widerstand der hiesigen Bevölkerung gegen die Österreicher im Jahre 1848 erinnert und während des zweiten Weltkrieges Stützpunkt des Widerstandskampfes war. Von hier aus kann man einen herrlichen Blick, mit dem Flußbett des Tagliamento im Vordergrund, genießen. Man fährt nun weiter Richtung Norden: nach dem malerischen TRASAGHIS und dem kleinen Lago di CAVAZZO erreicht man TOLMEZZO, den Hauptort Karniens. Es handelt sich um ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum und um einen idealen Ausgangspunkt für Exkursionen in die karnischen Täler. Ganz in der Nähe von Tolmezzo liegt ZUGLIO, das antike römische "Julium Carnicum" (die schöne, tausendjährige, gotische Kirche S. Pietro verdient, daß man unter Genuß eines herrlichen Panoramas zu ihr hin spaziert).
Man fährt jetzt weiter, am Tagliamento entlang, und besichtigt VENZONE und GEMONA, zwei Orte, die während des Erdbebens 1976 fast völlig zerstört und mittlerweile großteils wieder aufgebaut wurden. In beiden Städtchen gibt es jeweils einen wunderschönen Dom: Sowohl der gotische Dom von Venzone, der komplett zerstört wurde, als auch der romanisch-gotische Dom von Gemona, der weniger stark beschädigt war, wurden gewissenhaft wieder aufgebaut. Besonders wertvoll sind in Venzone der gesamte Stadtkern, der originaltreu nachgebaut worden ist, die mächtigen Stadtmauern aus dem 12. Jh. und das Rathaus aus dem 15. Jh.. In Gemona gibt es das elegante, auf die Renaissance zurückgehende, identisch wieder aufgebaute Rathaus und die Überreste anderer berühmter Bauwerke, wie S. Giovanni und S. Maria delle Grazie zu besichtigen.
Man setzt die Fahrt weiter Richtung Süden fort, und kommt nach TARCENTO, einem fröhlichen Städtchen mit fast immer mildem Klima. Ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den anmutigen Hügelorten, von denen es umgeben ist, wie z.B. nach ATTIMIS (Fossilienausstellung in Forame), in das obere Valle del Torre, bis unter die weißen Gipfel der Musi-Berge.






