PORDENONE – VALVASONE – SPILIMBERGO – MANIAGO

Die Provinzhauptstadt PORDENONE ist ein lebhaftes ständig wachsendes, modernes Zentrum, mit antikem Stadtkern. Am Ende des erwähnenswerten Corso Vittorio Emanuele (mit Gebäuden aus der Zeit der Gotik, der Renaissance und des Barocks) steht das gotische Rathaus (ca. 1300), das man an seiner großen antiken Uhr erkennt. Sehenswert sind der spätgotische Dom mit Werken von G.A. de Sacchis, besser bekannt unter dem Namen „il Pordenone“, das Stadtmuseum für Kunst (mit Werken von Tintoretto) im Palazzo Ricchieri (17. Jh.) und das Naturwissenschaftliche Stadtmuseum in dem interessante Sammlungen, vor allem ornitologischer Art, aufbewahrt werden.
Einige Kilometer weiter nord-östlich liegt ZOPPOLA, mit seinem mächtigen Schloss, das innerhalb von tausend Jahren zu einem freundlichen Bürgerpalast geworden ist; wenig weiter kommt man dann nach VALVASONE.
Auch hier viel Geschichte: ein imposantes Schloss und der neugotische Dom mit wertvollen Malereien und einer bedeutenden Orgel aus dem 16. Jh.
Man fährt nun Richtung Norden, am Tagliamento-Fluß entlang: hier hat man einen einmaligen Blick über die grünen Moränenhügel und die leuchtenden Julischen Alpen.
Nach einem kurzen Halt in BARBEANO und PROVESANO (bedeutende Fresken von G. da Tolmezzo in den beiden Pfarrkirchen) kommt man nach SPILIMBERGO, ein reizvolles, panoramisch gelegenes Städtchen. Sehenswert ist die Altstadt, voller hübscher Ecken und Winkel: das antike kuriose Schloss, das aus verschiedenen Gebäuden unterschiedlichem Stiles besteht (der dazugehörige Palazzo Dipinto geht auf das 14.-15. Jh. zurück), der 700 Jahre alte, schöne, gotische Dom, reich an Fresken und Kunstwerken, u.a. mit einem wertwollen hölzernen Chorgestühl und schließlich die Mosaikschule, die einer antiken Kunst ihre Bedeutung zurückverliehen hat. Man fährt weiter Richtung Norden: die Landschaft ist sanft und die Straße führt am breiten Flußbett des Tagliamento entlang. Die Gipfel nähern sich immer mehr; man fährt Richtung Westen an den Hängen der Berge entlang, durch einige liebliche Dörfer und erreicht MANIAGO. Dieses nette Städtchen liegt am Fuße der Gebirge, die Friaul von der Provinz Belluno trennen.
Vom architektonischen Gesichtspunkt ist der Ortskern mit dem Dom und einigen bedeutenden Bauten interessant. Maniago ist das Zentrum der italienischen Messerfabrikation. In einigen Spezialgeschäften kann man typische, scharfe Souvenirs in den verschiedensten Ausführungen erstehen.