GRADISCA – GORIZIA – COLLIO – CIVIDALE

In Julisch-Venetien liegt Gradisca d'Isonzo, ein wirklich hübsches Städtchen, voller Parks und Alleen, das von der Republik Venedig als Bollwerk gegen die Osmanen errichtet wurde. Von Bedeutung sind die Ruinen der Festung (Türme, Bastionen usw).
Man setzt die Fahrt Richtung slowenischer Grenze fort und erreicht das "mitteleuropäische" GÖRZ, eine Stadt voller Grün und Gebäude, im Stil von Wien und Zagreb. Während Gorizia im Mittelalter den Grafen von Görz unterstand, wurde es später immer wieder Gegenstand von Streitigkeiten zwischen Österreich und Venedig. Einzuplanen ist hier die Besichtigung der schönen Burg (12. Jh., von Venedig ausgebaut; herrliche Sicht) und des malerischen Borgo Medioevale, wo sich die Landesmuseen und verschiedene Ausstellungsräume befinden. In der Stadt lohnt sich der Besuch des Museums des ersten Weltkrieges und der Pinakothek, die sich im Palazzo Attems (18. Jh.) befindet.
Von Gorizia aus fährt man Richtung COLLIO, eine liebliche Hügelkette mit Weinbergen; über bequeme Panoramastrassen erreicht man einladende "Geheimtipps", wo man herrlich essen und dazu den hervorragenden "Collio"-Wein (D.O.C. Zone) trinken kann. Kurzer Halt in OSLAVIA: einem großen Heldenfriedhof , in dem die sterblichen Überreste von 60.000 Kriegsgefallen von den Schlachtfeldern PODGORA und SABOTINO des 1. Weltkrieges ruhen.
Nur noch wenige Kilometer und man kommt nach S. FLORIANO DEL COLLIO, wo man das Castello Formentini besichtigen kann. Mittelpunkt des Collio ist CORMONS, ein anmutiges Städtchen mit zahlreichen österreichischen Einschlägen, einem schönen Dom, der Chiesa del Soccorso aus dem 17. Jh. und wertvollen kleinen gotischen Kirchen, wie z.B. die Chiesa della Subida.
Nach weiteren 15 km kommt man schließlich nach CIVIDALE DEL FRIULI. Man befindet sich jetzt schon in der Provinz von Udine und die lieblichen Weinberge nennen sich "Colli Orientali del Friuli": ein weiteres bekanntes Weinanbaugebiet mit D.O.C.-Bezeichnung (in Friaul gibt es 8 Weinbaugebiete mit der Ursprungsbezeichnung D.O.C).
Cividale war ursprünglich römisch (sein Name, Forum Julii, wurde später zum Namen der ganzen Region: "Friuli". Im Jahre 568 wurde es Sitz des ersten langobardischen Herzogtums in Italien und Hauptstadt der Region; aus jener Glanzzeit stammen zahlreiche wunderschöne Bauwerke.
Später geriet Cividale unter die Herrschaft der Franken (auch Karl der Große war hier zu Gast), der Patriarchen von Aquileia, Venedig und der Habsburger. Unbedingt besichtigen sollte man den mächtigen Dom, das Archäologische Museum, das Christliche Museum und ein wirkliches kleines Schmuckstück, nämlich den Tempietto Longobardo. Empfehlenswert ist auch ein Spaziergang über die Ponte del Diavolo (Teufelsbrücke), die eindrucksvolle Brücke die zum Symbol der Stadt wurde. Ausserhalb der Stadt, im Grenzgebiet nach Slovenien, befinden sich die noch naturbelassenen Valli del Natisone, dichte Wälder und typische Ansiedlungen längs des gleichnamigen Flusses, der auch durch Cividale fließt. Diese Gegend ist für Ausflüge besonders interessant. Einige Kilometer weiter liegt die Grotte von S. Giovanni d'Antro und der Wallfahrtsort Castelmonte. Typische süße Spezialität der Gegend ist die "Gubana".